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Vorstandsvorsitzender der HSH-Nordbank am Ende!

Im „Schwarzbuch der Steuerzahler 2009“, welches vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde, wird auch die HSN-Nordbank mehrfach als Beispiel für Steuergeldverschwendung genannt. Neben der bankeigenen Motoryacht wird auch die „Bleibeprämie“ von 2,9 Millionen Euro für den Vorstandsvorsitzenden Nonnenmacher kritisiert.

Warum sich der Bankmanager einer maroden Bank, die lediglich durch Steuergelder über Wasser gehalten wird und bei der über 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, solche üppigen Prämien auszahlen lässt, bleibt das Geheimnis des Herren Nonnenmacher. Er sägt damit ohne Notwenigkeit am eigenen Stuhl, denn diese Geldgier sorgt beim Steuerzahler sicherlich nicht für Vertrauen in die zukünftige Geschäftspolitik der HSH-Nordbank. Nun dürfte das Fass aber endgültig übergelaufen sein. Wie die Medien berichten, ist Nonnenmacher verantwortlich für hochriskante Kreditersatzgeschäfte der Londoner Niederlassung, die der HSH-Nordbank einen Verlust von 500 Millionen Euro bescherten. Entscheidende Vertragsinhalte dieser fragwürdigen Geschäfte wurden hinter dem Rücken der Bankenaufsicht (Bafin) abgewickelt, da man offensichtlich befürchtete, dass diese Geschäfte nicht genehmigungsfähig sein könnten. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Nonnenmacher wegen des Verdachts der Veruntreuung. Ob es wirklich Zufall ist, dass diese Tatbestände erst jetzt nach der Landtagswahl das Licht der Öffentlichkeit erblicken? Wie dem auch sei, die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben lediglich Alibifunktion und werden wie so oft im Sande verlaufen.

Es ist inzwischen davon auszugehen, dass Nonnenmacher am Dienstag durch den Aufsichtsrat abberufen wird. Ein teures Vergnügen für den Steuerzahler, denn der gescheiterte Bankchef würde, zusätzlich zu der bereits gezahlten „Bleibeprämie“ von 2,9 Mio. Euro, für weitere vier Jahre jährlich 500.000 Euro erhalten. Da Nonnenmacher sicherlich gerne die Hand aufhalten wird, sind auch zusätzliche Abfindungen durchaus vorstellbar. Auch hier darf der Steuerzahler die Zeche zahlen.

Unglaublich: Unfähige Bankmanager werden für ihr Versagen noch fürstlich belohnt. Wann werden diese Versager für ihr gewissenloses Handeln auch persönlich zur Rechenschaft gezogen? Solange diese skrupellosen Manager keine persönlichen finanziellen oder strafrechtlichen Konsequenzen fürchten müssen, werden weiterhin Milliarden bei hochspekulativen Geschäften in den Sand gesetzt und später zur Rettung vor der anstehenden Pleite dem Steuerzahler in die Tasche gegriffen. Gewinne werden privatisiert und Verluste verstaatlicht, so kann es zukünftig nicht weitergehen! Wir Nationaldemokraten fordern in diesem Zusammenhang die sofortige Einstellung der staatlichen Unterstützung von Privatbanken, die durch Spekulanten gegen die Wand gefahren werden. Um einen wirksamen Einfluß des Staates auf die Volkswirtschaft zu gewährleisten, ist eine staatliche Mittelstandsbank zu gründen. Nur mit Geldinstituten, die ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet sind, ist eine wirksame Finanzpolitik möglich! 

Quelle. npd.sh.de